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Kühlschrank, Klimaanlage, Tiefkühltruhe – für uns sind dies heutzutage alltägliche Dinge, über die wir uns keine Gedanken mehr machen. Wie wurden aber früher Lebensmittel gekühlt? |
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Die Funktion der Eiskeller und die verschiedenen Bauweisen sind das Thema des ersten Kapitels. Die Lagerung von Eis zu Kühlzwecken war in Deutschland bis zum frühen 19. Jahrhundert ein Privileg des Adels und der wohlhabenden Grundbesitzer. Später entwickelten sich die Eiskeller zu kleinen Zweckbauten. Metzgereien, Molkereien, Gasthäuser, Hotels und andere Betriebe benötigten das Eis zur Kühlung. Krankenhäuser nutzten es auch für therapeutische Zwecke. Ein weiterer Verwendungszweck des Eises war die Kühlung von Leichen. |
1.5 Berliner Lebensmittelversorgung |
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Im zweiten Kapitel werden zahlreiche Eiskeller in Berlin und Brandenburg vorgestellt. Viele Bauwerke hiervon sind bereits seit Jahrzehnten abgerissen und nur noch in der Fachliteratur dokumentiert. Einzelne Eiskeller aus anderen Bundesländer sind hier auch aufgeführt. |
2.4 Eisfabriken und Eiswerke in Berlin und Brandenburg 2.5 Eiskeller und Brauereien in Brandenburg |
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Das dritte Kapitel beschreibt die Besonderheiten der Brauereikeller. Noch heute beeindrucken deren gewaltigen Gär- und Lagerkeller - damals die größten unterirdischen Bauwerke in der Stadt - durch ihre Ausmaße und stabile Konstruktion. Alle großen Berliner Brauereien stellten ihre Kühlung im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts auf die Kältemaschine um. Die alten Keller wurden aber noch mehrere Jahrzehnte für die Lagerung von Bier benutzt. Inzwischen dient keiner dieser Keller mehr der Bierproduktion. Sofern sie nicht bereits längst abgerissen wurden, stehen sie zum überwiegenden Teil leer. Nur in einigen wenigen Fällen konnte eine dauerhafte Nachnutzung gefunden werden. |
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Die Eisindustrie wird im vierten Kapitel vorgestellt, das wegen der Länge in zwei Unterkapitel aufgeteilt ist. Im 19. Jahrhundert wuchs die Berliner Bevölkerung durch die Industrialisierung stark an. Bei der Versorgung mit Lebensmitteln ergaben sich im Sommer Probleme, da die Entfernung zwischen den Erzeugern und den Verbrauchern zunahm. Dadurch entstand ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Berliner Natureisindustrie. Die Eisbildung auf den Gewässern war selbstverständlich von der Witterung im Winter abhängig. Nach warmen Wintern reichte das Eis mehrfach nicht aus, um den Bedarf zu decken, und so wurde es unumgänglich, Eis zu importieren, wie auch zum Beispiel 1894. Einer der größten Eisexporteure war Norwegen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Berlin die ersten Kunsteisfabriken gegründet, die Stangeneis produzierten und es an kleine Gewerbebetriebe und die Bevölkerung verkauften. Erst ab den 1960er Jahren setzte sich auch auf diesem Gebiete der Kühlschrank durch. Damit endete die Ära der Eisindustrie. |
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4.2.4.1 Gesellschaft für Markt und Kühlhallen 4.2.4. Eisfabrik des städtischen Elektrizitätswerkes Steglitz |
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Im fünften Kapitel wird die Nutzung des Eises im privaten Haushalt dargestellt. Die Eisschränke, die Kühlung der Getränke sowie die Zubereitung von "Gefrorenem" waren häufig Bestandteil in der Eiskellerliteratur. |
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Im sechsten Kapitel werden die unterirdische Lagerkeller behandelt, die keine zusätzliche Kühlung durch Eis besaßen. Die Temperatur dieser Keller und des Erdbodens entspricht der durchschnittlichen Jahresmitteltemperatur und beträgt in Deutschland 8 °C bis 10 °C. Sie wurden zur Lagerung empfindlicher Lebensmittel, wie beispielsweise für Obst und Gemüse, genutzt. Daneben gab es auch spezielle Keller für brennbare Flüssigkeiten. |
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Das siebente und letzte Kapitel befasst sich mit der Bibliografie der Kühlung aus den letzten 300 Jahren. Bereits 1712 erschien das Büchlein „Eigentliche und gründliche Nachricht von denen Eiß-Gruben“, das eine der ersten Beschreibungen einer Eisgrube enthält. Spezielle Fachbücher über Eiskeller sind erst mehrere Jahrzehnte später ab 1848 erschienen. Am Ende des 19. Jahrhunderts erschienen die ersten Fachzeitschriften über Kühlung. Nach dem Erstem Weltkrieg versiegte das Interesse an Fachliteratur über Eiskeller und stieg erst am Ende der 1980er-Jahre, nun unter den Aspekten des Denkmalschutzes und des Tourismus. Zahlreiche Artikel in den Schriften von Heimatvereinen oder auch in Veröffentlichungen der Denkmalbehörden von Berlin und Brandenburg berichten über die Geschichte der Eiskeller. |
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